Warum auf morgen warten?


Warum auf morgen warten?

Artikel-Nr.: 978-3-87214-261-0

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Der Abend brachte Wind vom Meer her und ein fernes Donnern. Nun fuhr dieser schwarze Wagen schon zum
dritten Mal vorbei und wirbelte Staubwolken auf. Gisela zielte mit dem Jagdgewehr und ballerte zum dritten Mal.
Der Wagen beschleunigte mit aufheulendem Motor und verschwand hinter den Dünen. Heidi hatte sich mit dem
Kleinen vor dem Pulvergeruch ins Hinterzimmer verzogen. Willy saß oben auf der Zisterne und behielt die Straße
im Auge. Anna hielt sich mit beiden Händen die Ohren zu. Aber sie wich nicht von Giselas Seite.
"Bist du in Ordnung Anna? Kannst die Hände von den Ohren nehmen. Ich schieße nicht mehr."
Willy kam die Treppe runtergerannt. "Einen Schrecken hat der Onkel Klaus gekriegt! Der lässt uns für heute in
Ruhe."
"Aber morgen ist er wieder hier, mit der Polizei."
Der Junge sah die Schwester unsicher an. "Auf die Polizei kann man nicht schießen."
"Solange ich Patronen habe, schieße ich auf den Onkel Klaus, auf die Polizei, auf jeden Teufel, der es wagt sich dem Haus zu nähern."
Anna zog Gisela am Kleid. "Müssen die Menschen ins Gefängnis, wenn ihr Vater stirbt?"
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