Über Uns

Über Uns

 

Der Verlag

Erlanger Verlag für Mission und ÖkumeneLogo Leipziger Missionswerk

Unter diesem Namen setzen wir seit 1998 die über 100jährige Tradition des Verlags der Ev.-Luth. Mission Erlangen fort. Am 1. Oktober 1897 wurde er als Verlag der dortigen Evangelisch-Lutherischen Mission (Leipziger Mission) gegründet, um Kleinschriften und Missionsperiodika für die Gemeinden, theologische und ethnologische Arbeiten aus ihren Arbeitsgebieten in Indien und Ostafrika und vor allem das "Evangelisch-Lutherische Missionsblatt für die Ev.-Luth. Mission zu Leipzig" (bis 1943) zu veröffentlichen.

 

 

Missionshaus in Leipzig 1906

Nach dem Zweiten Weltkrieg verlegte der Verlag seinen Sitz nach Erlangen. Nach manchen strukturellen Veränderungen übernahm 1966 Pfarrer Christoph Jahn die Verlagsleitung und entwickelte das Unternehmen zu dem bedeutendsten evangelischen Missionsverlag in Deutschland. In der Reihe der "Erlanger Taschenbücher" erschienen in 20 Jahren über 100 Titel. Die Erlanger Monographien aus Mission und Ökumene waren ein weiterer Schwerpunkt in dieser Zeit.

Die Welt, die mit uns spricht

Unser Verlagshaus in NeuendettelsauDieses Motto ist Programm und prägt bis heute das Angebot: Betrachtungen, Gebete und Meditationen von Christen aus aller Welt bilden neben Erzählungen aus Afrika und dem Pazifik einen Schwerpunkt unserer Veröffentlichungen. Sachbücher für die Eine-Welt-Arbeit und Handbücher über Länder und Kirchen im Süden unserer Welt ergänzen das Angebot. 
Der andere Schwerpunkt liegt auf der Missionswissenschaft. Die Reihen "Missionswissenschaftliche Forschungen. Neue Folge", "Makumira Publications" und "World Mission Scripts" informieren über den gegenwärtigen Forschungsstand.

Träger des Verlags ist seit 1995 das Missionwerk Bayern, 2007 umbenannt in "Mission EineWelt - Centrum für Partnerschaft, Entwicklung und Mission der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern" mit Sitz in Neuendettelsau. Hier hat der Verlag sein Büro. Seit 2011 ist Pfarrer Martin Backhouse ehrenamtlich für die Verlagsleitung verantwortlich.

 

Der Verlagsleiter

Pfarrer Martin Backhouse

Verlagsleiter Martin Backhouse

Wie wird ein Pfarrer Verleger? 

1946 in Nürnberg geboren und aufgewachsen, 
von 1968 – 1973 am Missions- und Diasporaseminar in Neuendettelsau studiert, 
1973 – 1975 Vikariat in Schwandorf /Opf. 
Dann realisierte sich der große Traum BRASILIEN. Die Evang. Luth. Kirche in Brasilien berief mich 1976 in die Arbeit mit Indianern und dann zum Leiter des CEAI (Centro educacional e assistential indigena) Toldo Guarita, Brasilien. Hier durfte ich zusammen mit Indianern der Völker Kaingang und Guarani eine Kooperative und im Namen von „Brot für die Welt” eine Ausbildungsstätte für junge Indios aufbauen und leiten. 
Nach meinem Weggang dort übernahm ich 
1980 – 1983 die Paróquial Teutonia Sul mit Sitz in Canabarro, Brasilien. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland waren weiteren Stationen als Pfarrer: 1983 – 1989 Pfarrstelle Wittelshofen mit Dühren und Frankenhofen, 1989 - 1995 die 1.Pfarrstelle an der Reformations-Gedächtnis-Kirche in  Nürnberg und 1996 – 2009 die übergemeindliche Stelle eines Schulbeauftragter des Dekanats und Kirchenkreises Nürnberg. 2009 ging ich in den Ruhestand

In Canabarro / Brasilien fing ich an, zumeist eine Bücherkiste mit Gesangbüchern, Bibeln oder Kalendern in die Bibelstunden, oder Frauenkreisgruppen mitzunehmen und nach den Veranstaltungen zu verkaufen. Die Gemeindeglieder hatten sonst kaum Möglichkeiten diese Art von Büchern zu erwerben.
In Wittelshofen nutzte ich Konfirmandenelternabende oder Veranstaltungen im Kindergarten oder den Seniorenkreis, um für die Gemeinde im Rahmen eines Büchertisches gute Literatur, Kalender, Bibeln oder geistliche Literatur anzubieten. Vom Gewinn konnten wir uns einen großen Bücherschrank für das Gemeindehaus und eine Standbibliothek für die Kindergottesdiensthelfer und Gemeindemitarbeiter einrichten.

1995 fand ich eine für mich ehrliche Straßenkinder-geschichte aus Brasilien. Ich übersetzte sie. Für wen? Ich fragte bei Verlagen an. Lohnt sich nicht war die Antwort. Dann mach´ ich´s selber. So begann mein kleiner mabase-verlag. (Martin Backhouse, also kein Geheimnis). Zuerst, wie gesagt, mit der Straßenkindergeschichte „Neco, der Träumer“, dann kamen pro Jahr ein bis zwei kleine Schriften dazu, die ich in der Brasilienszene unserer Kirche verkaufen konnte. Mit Hilfe einer guten Grafikerin und Druckerei hat sich so ein kleiner, aber feiner Verlag entwickelt mit dem Leitspruch: mabase-verlag, ein Verlag, der verbindet.

Das war wohl der Grund, warum ich von Mission EineWelt nach meiner Ruhestandsversetzung angefragt wurde, ob ich nicht die ehrenamtliche Geschäftsführung des Erlanger Verlags mit übernehmen könnte. Ich habe mich bereit erklärt und will nun im Rahmen meiner Möglichkeiten mein Bestes geben und so manche Synergieeffekte nützen, die sich aus zwei so kleinen Verlagen ergeben. Beide werden nach wie vor getrennt auf dem Markt erscheinen und auch getrennte Eigentümer und Kassen haben.
Deshalb auch meine Bitte, gerade in der ersten Phase des Wechsels von Dr. Triebel zu mir, haben Sie etwas Geduld. Manches klappt noch nicht so, da der Erlanger Verlag ein ganz anderes Programm hat und andere Abläufe, die ich erst erlernen muss. Hinzu kommt, der Erlanger Verlag hat eine über einhundert jährige Geschichte! Und viele Titel! Das verpflichtet!
In diesem Sinne freue ich mich auf Ihre Reaktionen und bitte weiterhin um ihr Vertrauen,

Martin Backhouse